green chilies Blog

Hallo liebe Filmfreunde,

auf Anregung einiger Fans unser monatlichen Filmreihe haben wir nun ein Forum über asiatischen Film und Videokunst für euch eingerichtet. Wir freuen uns auf euer Feedback und sind gespannt auf interessante Kommentare und Beiträge!

24 responses

  1. H.GP

    Liebe Organsiatorinnen,
    herzlichen Dank fuer die Moeglichkeit ueber Euer Filmprogramm zu kommunzieren.
    Soo muss das sein.
    Ich kann nicht sagen, dass der letzte Film, Tokio Drifter, nun gerade zu meinen Lieblingsfilmen zählt, aber etwas Kultisches hat er schon.
    Ich kann auch die Höhnis verstehen, nicht prinzipiell, aber in diesem Fall, denn es gibt aus heutiger Sicht zweifellos einige lächerliche Stellen.
    Ich habe den Film bestimmt schon drei, viermal gesehen, das erste Mal wohl zeitnah in den 70er Jahren.
    Ich kann es selbst kaum glauben, aber damals hat man das 1:1 genommen, undistanziert.
    Wer die superrealistische Action unserer Tage gewoehntist, kann bei diesen linkischen Kulissenschiessereien schon das Lachen kriegen.
    Es ist eben ein Unterhaltungsfilm von daaaamals, ohne Küssen, mit Tiefgang, dargeboten als eine Art Theaterstück mit Gesangs- und Freilichteinlagen,eine mehr oder weniger kunstvolle Aneinanderreihung von methaphorischen Flächen.
    Schon der Hauptheld Tetsu ist doch ok, kann man doch nicht meckern. Der kann sogar die hellblauen und weissen Anzüge tragen.
    Wenn ich ein Maedel waere, wuerde ich sagen, naja, gar nicht so uebel, gerade, mutig, ehrlich, stark, schicke Haare, Leittier… mich wuerde nur stoeren, dass er so selten da ist.
    Auch die ruchlose, verräterische, moralisch völlig verlotterte Sekretaerin, die immer ueber ihre Manga kichert, fand ich sehr gut.
    Als Action-Teil war die Kniepenschlaegerei in Sasebo ziemlich witzig.
    Auch das Thema Treue und Kameradschaft kam in den Sasebo Szenen gut rueber.
    Schliesslich bleiben mir die Popsongs im Gedächtnis über tookyoo nagare mono und kanashisa, die ja nicht ohne Grund ständig wiederholt wurden.
    Hat sie wirklich gesangen: Yubi kara koboreta kanashisa…?
    : Ein nagare mono braucht keine Frau! Das kann man sich auch gut merken.
    Bliebe das Thema: …. Undank.
    Danke
    H. GP

    April 15, 2007 at 6:58 pm

  2. Maria

    Hallo H.GP,

    ja, sie hat wirklich gesungen “Yubi kara koboreta kanashisa”, zumindest soweit ich das verstanden habe.🙂

    Von den beiden Suzuki Seijun-Filmen, die Rapid Eye Movies aktuell verleiht wird tatsächlich “Branded to Kill” gemeinhin als der genialere angesehen…

    Aber Tetsus Anzüge sind schon ein Hingucker, fürwahr!🙂

    Viele Grüße,
    Maria, Laura&Tina

    April 15, 2007 at 10:03 pm

  3. H.GP

    iebe Maria,

    ich hoffe nur,ich bin nicht falsch verstanden worden.
    Ich wollte nicht meckern.
    Ich bin kein Filmhistoriker und kein sonstiger Filmfachprofi.
    Wer, wann, was, warum für Kult erklärt ist mir als Hintergrundinfo wichtig.
    Aber ich frage immer nur, was ist das, was ich da sehe und höre und: Hat es für mich Bedeutung? Wennn ja, welche.

    H. GP

    April 16, 2007 at 4:04 pm

  4. Maria

    Hallo!

    Goshinpai naku!🙂 Lass Dich aus.

    Viele Grüße,
    Maria, Laura&Tina

    April 16, 2007 at 5:41 pm

  5. H.GP

    Liebe Veranstalterinnen,
    auch für den Film in dieser Woche möche ich mich bedanken, den ich zum ersten Mal sehen konnte, und als Freude für die Augen (me ni hachimitsu)und stellweise zienmlich witzig empfunden habe.
    Auch dieser war ein Unterhaltungsfilm, einer für die ganze Familie, mit einem historischen Thema, Ausstattungs-und Kostümfilm, ein Massenprodukt primär für den japanischen Markt, vieleicht aus den späten 80er Jahren, vielleicht vom Ausgang der 90er
    Im Vergleich zu Tokio Drifter hat er überhaupt keine Eignung zum Kultfilm, nichts Suberversives oder Innovatives, weder formal noch inhaltlich, keine einprägsame Formel, keine Holzschnittflächen, nichts zum nach- oder mitmachen.
    Aber als Stücks eines Genres war es ein rundes, professionell gemachtes und stellenweise meisterliches Stück.
    Das ist auch zu erwarten, wenn ein so fachlich souveräner, anerkannter Regisseur und ein Team von zumindest in Japan sehr berühmten Schauspielern einen Film über ihren eigenen Berufsstand machen.
    Wenn so viele gute Leute zusammenspielen, wird es wirklich Teamwork, da steht kein Kopf vor, außer vielleicht der von
    Tora san (Vater). Der steht oder stand aber immer vor.
    Das Flächige der Chraktere, Elemente direkten Moralisierens, die häufige, nur leicht variierte Wiederholung der Verhaltens- od. Konfliktmuster (Koharu -Frühlingchen z.B.-
    wird von jeder neuen Aufgabe in tiefe Selbstzweifel gestürzt, die sich dann auch immer schmerzlich bestätigen.
    Im zweiten Anlauf aber, nachdem sie in sich gegangen ist, offenbart sich ihr Potential in einer grandiosen Steigerung ihrer Leistung), können beim hiesigen Filmkonsumenten durchaus Distanz und das Gefühl kulturfilmartiger Länge erzeugen.
    Das war hier aber relativ ausbalanciert und ich konnte in etlichen Szenen direkt mitfühlen.
    Wie der Vater Koharu anhand von irasshaimase das Kellnerinnenschicksal erklärte,war schon meisterlich.
    Es gab überhaupt viele gefühlvolle und authentische Szenen, vor allem natürlich wurde Koharu gut inszeniert.
    Während in Tokio Drifter (z.B.) otoko rashisa- das männliche Prinzip- ästhetisch dominiert, herrscht nun onna rashisa, das weibliche.
    Koharu, Diven, Prinzessinen und Okusan werden dezent gefeiert.
    Koharu allerdings, das Symbol von onna rashisa, sieht auf den ersten Blick aus wie ein Bauernmädchen (naja, vielleicht auch auf den zweiten, eine aus dem Volk, die als Star dem Volk wieder zurückgegeben wird, wie es am Ende des Films heisst).
    Meistens muss sie Wäsche waschen.
    Aber habt ihr gesehen, mit welcher Grazie sie das tut und vor allem, welche Kimonos sie dazu trägt, z.B. einen in erlesenen Rottönen.
    Überhaupt die Kimonos, in einer Szene im Elternhaus, auf Tatami halb liegend, trägt sie einen in Dunkelviolett und hellem Gelb mit einem Obi(Schmuckgürtel) in Weiss, Gelb, Gold mit kleinen rötlichen Blüten.
    Der war ästehtisch schon so viel wert wie ein ganzer Film.
    Die Kimonos schaffen einen Kontrast zur Schlichtheit oder Einfachheit ihrer Natur, der auf ihr onna-rashisa od. und Schauspielerinnen-Potential verweist.
    Wann immer möglich, sehen wir in ihrer Nähe ein paar Blüten.
    Also, mir hat der Film Freude gemacht, und darauf kommt es ja wohl an, wie sich der wegen der Unterhaltungsfilmerei stets unzufriedene Regieassistent ausgerechnet von seinem revolutionären Freund sagen lassen musste, der als Marx-brother duch den Film gejagt wird.

    H.GP

    Habt Ihr Euer Programm eigentlich mit dem Asenal abgestimmt?

    April 20, 2007 at 4:18 pm

  6. Maria

    Hallo!

    Schön, dass es dir gefallen hat! Nein, wir haben es nicht mit dem Arsenal abgestimmt, why?
    Liebe Grüße,
    Maria, Laura, Tina

    April 21, 2007 at 8:52 am

  7. H.GP

    Warum abstimmen? Am Dienstag lief zur gleichen Zeit ein Naruse Film. Das Arsenal könnte doch Euch den Dienstag ab 22.00 überlassen.
    Übrigens, kann man im blog noch korrigieren?
    Es sollte natürlich heissen: in seinem Genre war es ein gutes Stück…
    H.GP
    l

    April 21, 2007 at 3:21 pm

  8. H.GP

    Gestern musste ich mich schweren Herzens für einen Film aus
    der Naruse Retrospektive der Japan Foundation im Arsenal entscheiden. UKIGUMO mit Takamine Hideko ist wahrscheinlich einer der schön-traurigsten Filme aller Zeiten über eine schwierige Liebesbeziehung im Nachkriegsjapan – schwarz-weiss- leicht neo-realistisch. Sehr gute Kopie mit schönem und deutlichem Japanisch. 2 Stunden mit angehaltenem Atem.
    Es gibt auch ein gutes leaflet.
    H. GP

    April 25, 2007 at 10:19 am

  9. Maria

    Hallo! Ja, Ukigumo haette ich auch gern gesehen.. Stimmt, da wird es schwierig mit der cineastischen Vielfalt in Berlin, was? Naechste Woche erwartet Dich mit “Waterboys” geballter Synchronschwimm-Spass (?), hoffe, das lockt dich!🙂 Bis dann, liebe Gruesse, Maria,Tina und Laura

    April 26, 2007 at 10:00 am

  10. H.GP

    Danke für Euer oder Dein Comment. Aber vielleicht könnte ja ein Anruf bei Herrn so und so im Arsenal reine Wunder bewirken und er lässt Euch den Di.
    Ausserdem ist es gute kone. Ruf(t) ihn doch mal an und apelliert an seine väterlichen Gefühle. Im Mai sind die Di. aber wohl nicht japanisch belegt im A.
    Natürlich, reine Vielfalt, man muss sich entscheiden und Naruse ist ja wenn man an Euer erstes Manifest denkt, vielleicht das, was man nicht mehr sehen sollte.
    Allerdings, Naruse ist überhauopt kein Japan-erklär-kino, sondern ein hey-was-ist-jetzt-bloss-los-mit-uns-kino also eigentlich sehr nach innen gerichtet und entertainment.
    Es ist sowas von shurekkurihi toraurihi und man kann es eigentlich nur richtig verstehen, wenn man irgendwie dazu gehört.Ich vermute,als der Film in seiner Zeit lief, hat das Schluchzen im Saal die schöne Stimme von Takamine Hideko übertönt.
    Ich kann nur das Video empfehlen.
    “Watergirls” wären mir zwar lieber, aber wenn nur “Waterboys” im Angebot sind, nehme ich auch die (soll ein Scherz sein), vor allem wenn es lustig wird.
    H.GP

    April 26, 2007 at 9:12 pm

  11. Maria

    Hi! Ja, glaube, dass die Naruse-Retro nun auch abgelaufen ist, oder…? Mit “Watergirls” können wir zwar leider nicht dienen, aber wie wäre es denn mit den vier Schwestern in “Wie Asura” am 12.6.?🙂 Apropos – Yaguchi Shinobus neuesten Film “Swing Girls” zeigen wir sicher auch noch. Allerdings erst später im Jahr, denn nach dieser Reihe machen die japanischen Filme erst einmal Pause und die Leinwand frei für watt anderet aus Asien…🙂 Bis später dann! LG Maria

    May 1, 2007 at 4:01 pm

  12. H.GP

    Konnte am 1.5. leider nicht kommen, obwohl ich mich ja schon mit den Waterboys abgefunden hatte. Shoo ga nai.
    Aber alles was noch kommt, will ich auf jeden Fall sehen. Schade, dass dann erst einmal Pause ist.
    Gurauzamu. Shurekkurihhi. Hindoi.
    Ich muss immer noch etwas nachdenken über die Naruse Filme und Eure Reaktionen.
    Mein Leben hat nach dem Krieg angefangen und als kleines Kind bin ich in Berlin auch noch immer an zerschossenenen Häusern und Trümmerhaufen vorbeigegangen.
    Ich bin auch mit den deutschen Filmen der Vorkriegszeit groß geworden.
    D.h., ich habe die Zeit, von der Naruses Filme handeln, und deren Ästhetik noch unmittlebar erlebt und kann sie als meine verstehen. Für Euch sind solche alten Teile wahrscheinlich wie ein Blick durch eine Wand aus Panzerglas.
    Danke für die Info. Danke für Euer Engagement.
    bis dann

    May 2, 2007 at 6:59 pm

  13. H.GP

    “Kulissenhelden” von Fukasaku Kinji, mit der ziemlich schönen Matsuzaka Keiko, aus dem Jahr 82,
    war eigentlich gar nicht soooo witzig.
    Es fing sicher als Klamotte an, aber in dem Moment, als es in Schmonzette zu kippen drohte, stürzte es gleich ins totale wahrhaftige Drama, denn als er sich entschieden hatte, den Monstertreppensturz zu machen und damit sein Leben aufs Spiel zu setzen für sein Idol und seine von diesem mit einem Kukucksei behaftete Liebe, brach die Frage aus ihm heraus: Wofür mache ich das wirklich und konfrontierte ihn mit seinen elementarsten Antrieben,
    was beinahe dazu geführt hätte, dass er seine Frau zerschlagen hätte.
    Das war nicht witzig.
    Das war auch nicht inszeniert, sondern brutal direkt.
    Und ich möchte nicht wissen, was unseren Hauptdarsteller zu dieser Szene motiviert hat.
    Das soll er mal ruhig für sich behalten.
    Dieser Ausbruch war vorher schon einmal mit einem kleinen bösen Zischen aus dem Untergrund angedeutet,
    als er seine Frau seiner Mutter vorstellte, und,
    nachdem wir uns an den barocken Bildern seines Empfangs in good old sato erfreut und gefühlt hatten,
    wie schön solidarisch das Menschleben doch sein kann, zwischen Mutter und Schwiegertochter unter vier Augen plötzlich gesagt wurde, zuerst gaaanz sanft:
    “Du wirst ihn doch gut behandeln, oder!?”
    Dann scharf:
    “Mir ist schon klar, dass du ihn nur genommen hast, weil du schwanger bist. Ich meine, er ist nett. Das ist aber auch das einzige. Ich würde ja so einen auch nicht heiraten.”
    Das machte schon einen Riss ins Spektakel,
    das im übrigen technisch wahrscheinlich sehr anspruchsvoll war,
    denn die Kamfpszenen waren gar nicht so schlecht.
    Die satirische Zeichnung der Stars war wie gesagt ziemlich klamottenmäßig.
    Dafür war der Anteil Schönheit auch noch für meinen heutigen dekadenten Vorruhestandsgeschmack ziemlich aufregend.
    Ich musste auf dem Heimweg noch viel nachdenken.
    Z.B. darüber, ob für den “modernen”, “ziviliserten”, und “kultivierten” Menschen der Kuckucksei-Konflikt nicht ein bisschen zu banal ist für einen solchen outburst- boppatsu!
    Wahrscheinlich wird er einfach nur nicht ausgetragen.
    Aber wenn ich daran denke, wie laut die männlichen Forderungen nach Gentest heuer sind, dann ist es eben doch ein Thema mit Sprengkraft, das offenbar auch den nettesten um-den-finger-wickel-schatzi zum Bersten bringt-wenn etwas Druck unter den Kessel kommt.
    Hier fand ich einiges vorgeformt, das dann in “Battle Royale”, also im konsumierbaren 1.Teil natürlich, kompakt und altersweise rüberkam.
    Ich hoffe nur, dass Ihr fleissig weiter Filme zeigt.
    yokatttta! HGP

    May 12, 2007 at 7:23 pm

  14. H.GP

    Der heutige Film von Naomi kawase war eine Art Dogma: Das Landleben läuft und die Kamera läuft mit.
    Nur eben nicht so düster-hinterhältig-nordeuropäisch
    und der reine Horror
    für das postindustrielle Gróßstadtkind
    – no sex-no drugs- no rock`n roll.
    Da kichern natürlich die teenies im Saal.
    Aber eigentlich gabs gar nichts zu kichern. Und wenn das Haus in Nishi Yoshino jetzt frei wird, würde ich da ganz gerne hinziehen.
    Das war interessant, wenn man das Leben von anderen Menschen in einer anderen Kultur kennenlernen und etwas verstehen will, aber eben relativ langsam und seehr viel Gemüse. Gesund. Und man muss noch mal darüber schlafen.
    HGP

    May 15, 2007 at 10:33 pm

  15. H.GP

    “Hashi no nai kawa” war ein sehr schöner und kompakter Film über liebenswerte Leute in einer separaten Siedlung am Rande eines größeren Dorfes oder einer Stadt in der Kyoto- Osaka-Nara od. Kansai Region.
    Es sind Leute, die man in Japan Burakumin nennt oder Eta nannte.
    Buraku heißt ja eigentlich nur extra Siedlung, wird heute allerdings auch nicht mehr gern ausgesprochen.
    Eta dagegen bedeutet kegare od. yogore (Klassezeichen INE und modifizierendes Stück für Lebensjahre SAI) no ooi “viel Schmutz” od. “sehr schmutzig” ist schon ziemlich diskriminierend und erscheint auch nicht mehr im normalen digi Wörterbuch.
    Sie lebten separiert, weil sie unreine Tätigkeiten ausführten, die z.B. mit dem Töten von Tieren verbunden sind oder wie in diesem Fall mit dem Schmutz der Erdbodens, weil sie Sandalen herstellten.
    Sie standen außerhalb des Gemeinwesens, waren aber nützlich und so sichtbar, dass man sich ständig auf sie beziehen musste.
    So erfüllten sie die wahrscheinlich wichtigste Funktion von Paria, nämlich der Mehrheitsgesellschaft eine schwere Last abzunehmen,ihr die Macht zu geben, das mit Verachtung zu entgelten und sich so als gut und richtig zu bestätigen.
    Damit sind sie selbst als Thema tabu.
    Sie werden natürlich gerne thematisiert, wenn man etwas Negatives über Japan sagen will.
    Dabei ist es ebensowenig eine besondere Schande, Paria zu haben, wie es keine besondere Schande ist, Paria zu sein. Also objektiv betrachtet.
    Überall auf der Welt gab und gibt es welche.
    Wenn man gar keine hat, muss man welche erfinden.
    Natürlich ist eine Kastenform relativ unmodern.
    Und deshalb wurde sie von Meiji Tenno auch aufgehoben.
    Das war eine grosse Chance.
    Das das Tabu sich dadurch aber nicht wie von selbst auflösen konnte und dafür Zeit, Geduld und Kampf nötig waren, ist irgendwie logisch.
    Der Film ließ uns teilhaben am Leben einer Generation solcher lovely Paria bis in die 20er Jahre.
    Alles war liebenswert, die Menschen, die Szenerie, der große Anteil von Kindern.
    Man könnte über den Gegenstand des Films noch viel sagen.
    Offensichtlich waren alle Beteiligten sicher zurecht so ineinander und in ihr Produkt verliebt, dass der Film etwas lang wurde. Ich glaube, das Filmteam wollte nicht auseinander gehen. HGP Tausend Dank an Maria u.Co.

    May 25, 2007 at 3:47 pm

  16. H.GP

    Liebe Maria, wie war eigentlich der Besuch des liebesbedingten “Doppelselbstmordes” ?
    Der Gegenstand ist den Hiesigen ja nicht so leicht zu vermitteln.
    H. GP

    June 2, 2007 at 12:22 pm

  17. Hallo Hansi! Sorry, habe gar nicht gesehen, dass du so oft gepostet hast! Gar nicht so leicht zu entdecken! Ja, “Doppelselbstmord” war gut besucht, aber nicht unbedingt leichte Kost. Die Verfilmung hat sich nah an die dramatische Vorlage gehalten und war dementsprechend zeitweise etwas laaangatmig. (Shinoda Masahiros Version hat mehr Pfiff, um es mal so zu sagen. Kennste die?) Kaji Meiko hat aber einen tollen Job gemacht! Geniale Schauspielerin. Trotz kleiner Abstriche kann ich doch sagen, dass ich froh war, den Film endlich mal gesehen zu haben!🙂 Bis bald! LG Maria

    June 5, 2007 at 8:20 am

  18. H.GP

    Danke für die Antwort auf meine Anfrage zum Thema Doppelselbstmord, der ja in vielen Filmen thematisiert wurde, sicher auch in Dolls von Kitano Takeshi, allerdings hing hier der Strick hier nicht am Hals.
    Übrigens, als sehr tröstlich empfand ich tokyo lullaby von 1997, denn mir schien, er zeigte uns erwachsene Menschen, die sich auch wie solche verhalten, wenn die Zeiten schwer werden in der Welt des kleinen Gewerbes.
    Sie regeln die Dinge, wie vertrackt und verloren sie auch sein mögen. Sie weichen nicht aus. Zumindest gilt das für unsere Helden. Auch wenn die meisten sonst darauf hoffen, dass andere die Dinge für sie regeln.
    In der Mitte wurde ich dann doch etwas unruhig und dachte. Oh dear, wann küssen sie sich endlich, aber dann bekam ich doch eine der kargsten und kürzesten und zugleich schönsten und intensivsten Liebesszenen zu sehen, die man fürs Kino überhaupt machen kann.
    Übrigens schien mir das Haus sehr ähnlich dem mit dem “Feigenbaum” im jüngsten Film von Frau Momoi.
    Unsere Helden verstehen, dass Sie nichts zu vergeuden haben und behandeln sich gegenseitig sehr respektvoll.
    Als er sagte, Mutter, wir sollten bei Gelegenheit mal nach Okayama fahren zu “Momo-chan” -das war doch das Gegenteil von Doppelselbstmord.
    Tatsächlich hielt sich die Spannung bis zum Schluss, obwohl der Stoff doch ganz alltäglich war.
    HGP

    June 7, 2007 at 11:11 am

  19. H.GP

    Übrigens,
    dass Du längere Zeit nicht in den blog geschaut hast, liegt sicher daran, dass er irgendwie abseits von Eurer page ist. Also ich konnte bisher kein link finden.
    Ist aber nicht weiter schlimm.

    HHP

    June 7, 2007 at 1:13 pm

  20. Hallo Hansi! Ja, der Post ist schwer zu finden… Vielleicht kommentierst du immer zu den jeweils aktuellen filmen? Das findet sich dann leichter.. Wie fandest du denn “Happy-Go-Lucky”? Süß, oder? Liebe Grüße, Maria

    June 20, 2007 at 10:20 pm

  21. H.GP

    Liebe Maria,
    danke für den Hinweis. Bei Gelegenheit gehe ich vielleicht direkt zu Euren Filminfos.
    Habe mich aber schon daran gewöhnt, dass das hier
    my little sweet memories movie diary ist, gaaanz für mich allein but open to everybody.
    Ja, der Film am Dienstag
    “Warum kennt mein Lehrer meine Zukunft und warum gibt es große und kleine oppai” war süss.
    Er war süüüüüüs, so dass man gar nichts kommentieren will. Den schiebt man einfach in sein Bildbetrachtungsgerät, wenn einem mal so ist.
    Er bürstet aber auch schon ziemlich trocken gegen und man kann verstehen, dass der Macher auch “Kamikaze Girls” gemacht hat, SHIMOZUMA MONOGATARI ist wohl der Originaltitel.
    Ich habe am Schluss auch den Aufschwung und den Pferdsprung geschafft.
    “Verpiss dich. Ich brauche dein schleimiges Mitleid nicht!” und “Meine Mutter sieht ziemlich gut aus. Das ist aber auch das einzig Gute an ihr.”
    Diese Sätze werden mir ganz sicher im Gedächtnis bleiben.
    Wie ich schon gesagt habe, finde ich, dass Ihr mir mit diesem Film etwas Schönes geschenkt habt.
    Warst Du übrigens bei den SABU Filmen im Arsenal?
    War Euer Picknick am Tag der offenen Tür ok?
    Und um noch etwas zu schmeicheln, möchte ich sagen, das Du ziemlich Ahnung hast, über den Japanischen Film, oder?

    oooki ni
    HGP

    June 21, 2007 at 7:16 pm

  22. H.GP

    Die koreanisch geführte Koproduktion über die japanische Waisenhaus-Mutter in der Fremde war nicht ganz so gut besucht, wie der oben erwähnte Film vor der kurzen Pause.
    Vielleicht war schon das ein kleines Zeichen dafür, wie nötig solche Filme sind.
    Außerdem wundere ich mich immer etwas über die strenge Segmentierung des Asieninteresses.
    Jeder bleibt schön für sich.
    Aber das wird ja schon im akademischen Bereich geradezu als Tugend gesetzt.
    Ich wünsche, ich irre mich in diesem Punkt.
    da ga,
    wenn es etwas gibt, worüber man besser keine Scherze machen sollte, dann gehören dazu sicher Waisen und Koreaner,
    die gerade schlecht drauf sind.
    Naja, das trifft vielleicht auch auf andere zu.
    Nach meinem Eindruck kann man wahrscheinlich sagen, dass für den koreanischen Film u.a. emotionale Direktheit charakteristisch ist. Der Betrachter wird gewissermassen
    1:1 angedockt.
    Die Wirkung ist natürlich unterschiedlich intensiv.
    Obwohl die Gestaltungsmittel (sowieso nichtwestlich-anders waren, mit Tendenz zum Flächigen) und zudem hier nur durchschnittlich und das Potential der Geschichte nicht ausgeschöpfen konnten, gab es doch Elemente, mit starker Wirkung.
    Die Frauengestalten, nicht nur die Mutter, Nebenfrau, Oma, Schwester, ließen schon gelegentlich den Atem stocken.
    Aber in der letzten Zeit habe ich einige koreanische Filme gesehen, das sind mir die Tränen nur so raus gespritzt.
    Und auch die noch älteren koreanischen Männer haben geschluchtzt und die Mädels ebenso. Ein Film erzählte über drei Männer, die zuhause keine Frau finden und zur Heiratsanbahnung nach Usbekistan reisen, und unter der dortigen koreanischen Minderheit, komisch bis sehr
    dramatisch, fündig werden.
    Vor allem das Gesicht einer aus dem Norden geflohenen, illegalen Koreanerin, die als Dolmetscherin zwischen allen Stühlen saß, geht mir nicht aus dem Kopf.
    Ein Dokumentarfilm erzählte von einer der wenigen in Japan verbliebenen koreanischen Schulen auf Hokkaido, die unter nordkoreanischem Einfluss betrieben werden.
    Mit allen, die uns aus dieser Schule gezeigt wurden, konnte man sehr symphatisieren, bis zu dem Moment, in dem klar wurde, dass sie in Gefahr waren, politisch missbraucht zu werden.
    Alle im Saal haben das gefühlt und den Koreanern war natürlich noch viel mehr klar, was hier eigentlich läuft, wieviel Linien sich kreuzen und die jungen Leute in ihrem ziemlich verzweifelten Ringen um Identität noch weiter zerreißen.
    Ich kann Euch sagen, dass was ein Geschluchze. Und ich natürlich voll mit.
    Bestimmt dachten, die koreanischen Mädels neben mir, “Gott, was heult der verrückte Gaijin, geht den doch gar nichts an.”
    Woher sollen sie auch wissen, was mich das angeht.
    Übrigens gab es vor zwei Jahren im Haus der Kulturen der Welt eine excellente moderne koreanische Oper über die koreanisch-japanischen Beziehungen unter Hideyoshi im 16. Jh.
    Hat das jemand gesehen?
    Hat jemand den BBC Dokumentarfilm über die nordkoreanischen Massenaufführungen gesehen?
    Gestern musste ich zweimal stutzen. 1. Der Hochzeitsanzug des Waieshauschefs. 2. Hat jemand darauf geachtet, wie die Frauen den kimchi zubereiten, die Chilly -Knoblauchmasse auftragen? Mit der nackten Haaaaand!!
    Ich könnte das nur mit doppelten Gummihandschuhen.
    Über diesen sehr verdienstvollen Film gäbe es noch Einiges, auch viel Posititves zu sagen, aber ich habe jetzt keine Zeit mehr.
    Auf jeden Fall wünsche ich den Koreanern, dass sie den Bruderkrieg beenden und irgendwie konstruktiv kooperieren lernen. Und ich wünsche noch einiges mehr… HGP

    Auf die Schnelle fällt mir erst einmal nicht mehr ein.

    July 4, 2007 at 6:52 pm

  23. H.GP

    Ich bitte Tippfehler zu entschuldigen. HGP

    July 4, 2007 at 6:55 pm

  24. mein Deutsch ist nicht guti is it availible in English

    March 9, 2008 at 11:16 pm

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